Unser Unternehmen in 2. Generation

Die 1970er-Jahre

- Hans Steinberger sen. eröffnet den 1. SPAR-Markt in Neunkirchen

- Konzept der Selbstbedienung als neue Herausforderung im Handel

- Das Automobil verändert die Einkaufsgewohnheiten

- Erste Schritte in der Werbung

 

Herausforderung: Expansion

Wie kann man den immer stärker werdenden Kundenandrang bewältigen?

 

Eröffnungsflugblatt 1970
Eröffnungsflugblatt 1970

1970 eröffneten Hans und Traude Steinberger sen. den 1. SPAR-Markt in Neunkirchen. Die Umstellung auf das allgemein aufkommende Selbst-bedienungssystem im Handel war für die Kunden, aber auch für die Kaufleute eine gewaltige Veränderung. Unzählige neue Möglichkeiten in der Sortimentsvielfalt entstanden dadurch.



Auch die Parksituation vor dem Geschäft wurde allmählich ein ernst zunehmendes Problem. Immer mehr Kunden kamen mit dem Auto. Glücklicherweise konnte ein Grundstück vis-à-vis erworben werden. Mit 10 zusätzlichen Parkplätzen entspannte sich die Situation. 1973 beginnen wir mit dem Verkauf von Frischfleisch wie damals üblich: nur von Dienstag bis Samstag! Alles entwickelte sich bestens, wir hatten Erfolg. Das steigende Interesse an unseren Waren machte einige kleinere Zubauten im Laufe der Zeit notwendig.

 

 

1974 wird die Modeboutique ORZECHOWSKY in der Innenstadt Neunkirchens übernommen, ein angesehenes Modegeschäft mit exquisiter Damen- und Herrenmode.

Unser Marketing steckte noch in den Kinderschuhen! Steinberger-Flugblätter wurden eigenhändig entworfen und auf einer hauseigenen Offset-Druckmaschine vervielfältigt, gefaltet und dann von Pensionisten an die Haushalte verteilt. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Auch BILLA, SPAR und KONSUM werben um die Gunst der Konsumenten!

Die 1980er-Jahre

- Zeit der großen Expansion im Handel 

- Anfänge elektronischer Datenverarbeitung

- "Kosten" als neuer wichtiger Faktor in der Unternehmensführung

 

Herausforderung: Zahlen & Daten

Wie kann man die Geschäftsabläufe zahlenmäßig in den Griff bekommen um bessere Daten für alle Entscheidungen zur Verfügung zu haben?


Am 17.10.1979 gibt es wieder eine Eröffnung. Wir haben unsere Verkaufsfläche auf mittlerweile 600 qm erweitert.

 

Ab sofort ist auch Donnerstag nachmittags geöffnet! Ein eigener Fleischhauer wird eingestellt, Schweine werden direkt im Haus zerlegt und verarbeitet.

 

Die Auflage der Steinberger-Flugblätter beträgt mittlerweile 5.000 Stück. Eine größere Offset-Druckmaschine sowie eine Maschine zum Falzen der Blätter werden angeschafft.

Aus der Vogelperspektive kann man gut erkennen, wie groß das Unternehmen in den 80ern bereits herangewachsen war. Das Bild rechts zeigt den gerade im Bau befindlichen neuen Bürotrakt (1985).

 

Der Gedanke an die Erweiterung unseres Leistungsprogramms wächst, und durch das neue Imbiss-Café 'PICK-NICK' und die 'BLUMENSTUBE' bringt man 1986 den Flair eines kleinen Einkaufszentrums in die Krinningergasse. "STEINBERGER SPART VIELE WEGE" heißt es in unseren Werbeaussendungen. 

Im Markt herrscht permanente Platznot trotz der für damalige Verhältnisse großen Verkaufsfläche. Viele neue (heute selbstverständliche Produkte) kommen auf den Markt. Um die richtigen Entscheidungen im Sortiment treffen zu können, wären Informationen über Verkauf und Lagerdrehung notwendig gewesen - aber diese hatte man zu dieser Zeit noch nicht zur Verfügung. Allein das kaufmännische Gespür regierte noch! Dann wird der erste Computer angeschafft und die Buchhaltung EDV-mäßig umgestellt. Wir wollten alles wissen; wer, wo und was welche Kosten und Erträge verursacht.

 

Vielleicht können Sie sich noch erinnern an die äusserst populären SPAR-Werbeslogans der 80er-Jahre, wie zum Beispiel

...ich gehe gern zu SPAR!

...so nah bei SPAR! oder

...morgen ist SPAR-Tag!

Am 8. September 1983 eröffnen wir in der Neunkirchner Innenstadt ein Delikatessen-Geschäft mit dem Namen "Feinkost-Ecke". 

Bericht NÖN Woche 38/1985
Bericht NÖN Woche 38/1985

Der Wettbewerb unter den Supermärkten im Umfeld von Neunkirchen beginnt sich zu verstärken. Die Konsumenten wollen billig einkaufen.

 

Das regionale Wochenblatt NÖN testest einige Mitbewerber und bringt im Sommer 1985 einen interessanten Preisvergleich.

Am 26. März 1987 erstrahlt die Boutique am Hauptplatz im neuen Kleid! Eine offenere Fassadengestaltung, ein neuer Name (Piccadilly) und eine zeitgemäße Inneneinrichtung ziehen viele neue Kunden an.

 


Ende der 1980er-Jahre fand unser erstes Straßenfest statt, mit Grillhendl-Kirtag, Blasmusik, Kinder-Hüpfburg und einem Platzkonzert des Neunkirchner Musikvereins.


Die 1990er-Jahre

- Neue Konkurrenz durch große Einkaufszentren

- Überbauung der Meranergasse 

- Moderne Scanner-Kassen beenden die Ära des Preis-Pickerls

- Einzug der EDV in fast alle Geschäftsbereiche

- Markteinführung von BIO-Produkten

- Verlängerung der Öffnungszeiten Freitag Abend und am Samstag Nachmittag

 

Herausforderung: Logistik

Wie kann man Abläufe im Warenfluss optimaler gestalten?

 

Die Einkaufsgewohnheiten der Menschen ändern sich. Shopping wird zum Erlebnis und vielfach zur Freizeitbeschäftigung. Immer mehr Konsumenten frequentieren größere Einkaufszentren. Um dieser Entwicklung zu entsprechen, fällt im Frühjahr 1990 der Startschuss für ein umfangreiches Umbauprojekt in unserer Firmengeschichte.

 

 

Das Geschäft wird auf eine Verkaufsfläche von insgesamt über 1000 qm erweitert, die Modeabteilung erhält eine Fläche von 300qm und der Altbestand muss total umgebaut werden. Kein Stein bleibt mehr auf dem anderen, trotzdem wird der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang aufrecht erhalten. Es gelingt im Rahmen dieses Zubaus, die angrenzende Straße überbauen zu können, die bisher den Parkplatz vom Geschäft trennte.  Nur war es für die Kunden bequem möglich, mit dem Einkaufswagen zum Auto zu gelangen.

Ein Pfandsystem für Einkaufswagen mit einem Pfandwert von 5 Schilling wird erstmals in Neunkirchen eingeführt, die Leergut-Rücknahme mittels modernem Rücknahme-Automat abgewickelt. Scannerkassen und Warenwirtschaftssystem werden angeschafft. Für die Kunden wird der Kassabon aussagekräftiger und für uns entfällt das zeitaufwendige Anpreisen der einzelnen Artikel. Endlich gibt es tagesaktuelle Daten über einzelne Artikelverkäufe quer durchs Sortiment. Ab nun hält die EDV Einzug in fast alle Geschäftsbereiche und verändert viele gewohnte Geschäftsabläufe. Im Markt selbst hat man nun endlich Platz, das Sortiment so gut zu präsentieren.

 

"Modernen Erlebniseinkauf bieten und dabei Mensch bleiben" - unter diesem Titel wurde 1991 ein Unternehmensportrait in der Zeitschrift "Extra" veröffentlicht.

Am 10. April 1992 findet die erste Modeschau direkt in unserem Modehaus in der Krinningergasse statt. Mehr als 250 Besucher durften wir zu diesem Mode-Event begrüßen. Seit diesem Zeitpunkt gibt's bei Steinberger Modeschauen 2x jährlich. 

 

Im Feinkost-Geschäft in der Neunkirchner Innenstadt wird ein Relaunch notwendig. Mit einem Wintergarten-Zubau wird der bisherige Gehsteig überdacht, die gesamte Einrichtung wird erneuert. Aufnahmen von der Eröffnungsfeier im April 1997:

Bei Brot und Gebäck zeichnet sich der Trend zu ofen-frischer Ware ab. 1994 installieren wir in Kooperation mit der Bäckerei Linauer den 1. Back-Shop in Neunkirchen mit stündlich ofenfrischem Gebäck! 

 

Brot und Gebäck werden ab sofort direkt im Markt aufgebacken und die Ausverkaufssituation am Nachmittag verbesserte sich drastisch. Bisher wurde Brot und Gebäck von umliegenden Bäckern nur 1x täglich am Morgen angeliefert.

Die Jahrtausendwende

- Sortiments-Explosion

- Straffe Planung quer über alle Geschäftsbereiche

- Einzug des Internets in die Handelsszene

- Bargeldloses Bezahlen immer populärer

- Der Euro wird unser neues Geld

- Sparen ist "in" - Geiz ist geil

 

Herausforderung: EDV und Internet

Wie können wir durch Einsatz von elektronischer Datenverarbeitung effizienter arbeiten?

 

Zur Jahrtausendwende stellt unser Geschäft ein stattliches Unternehmen mit bereits 37 Mitarbeitern dar. Über 200.000 Kunden besuchen uns pro Jahr und wir bewegen ca. 5 Millionen Artikel über unsere Kassentische! Unser Sortiment ist auf ca. 10.000 Artikel angewachsen, jeder Zentimeter Regal ist ausgenützt. Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt im Geschäft zu haben ist die Herausforderung. Die logistische Leistung der SPAR-Organisation mit dem 1999 errichteten vollautomatischen Zentrallager in Wels hilft uns dabei. 

Kostendruck, Konkurrenz und gleichzeitig ein immer komplexer werdender Geschäftsbetrieb machen eine straffe Planung in jedem Bereich notwendig. Die Lebenszyklen der Produkte werden immer kürzer, was heute 'in' ist, kann im nächsten Monat schon zum Ladenhüter geworden sein. Die laufende Optimierung der Sortimente stellt eine neue Herausforderung dar.

 

Das Internet ist in aller Mundel. Unsere Homepage geht im Oktober 1998 erstmals online. Bargeldloses Einkaufen ist zum Standard geworden und immer mehr Kunden nützen diese bequeme Art des Bezahlens. Wir statten 2 der 4 Kassen mit Bankomat-Terminals aus.

 

Bereits im Oktober 2001 begann die SPAR-Gruppe mit der EURO-Abrundungsgarantie. Sie besagte, dass die dritte Kommastelle bei der Euro-Umrechnung stets zu Gunsten der Kunden abgerundet wird. Somit half sie dabei, die Unsicherheiten bei der EURO-Umrechnung in den Köpfen der Konsumenten zu vermindern.

 

Am 1.1.2002 war es dann soweit: Der Euro war da! Insbesondere viele ältere Menschen haben sich anfangs nicht ganz an die neue Währung gewöhnen können. Sie rechnen in Euro, und denken in Schilling.

  

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Öffnungszeiten:

Montag - Freitag   7.00 - 19.00 Uhr

Samstag   7.00 - 18.00 Uhr